Gruppenarbeit

Ich gebe besser direkt zu Beginn zu: Ich mag keine Gruppenarbeit. Ich arbeite gerne alleine, und übernehme die volle Verantwortung für den Bockmist der fabriziert wurde.

Wie auch immer…da bekommt also eine Gruppe von 5 Personen an der Uni die Aufgabe zugewiesen in einem kleinen Experiment Verkäufer/Verkäuferinnen zu beobachten und wie sich deren Verhalten durch z.B. Kleidung des Kundens verändert. Unsere Gruppe entscheidet zusammen (!) sich für die Variante: einmal gepflegt und eher für die Oper zurecht gemacht und einmal abgeranzt in den gleichen Laden und nach den gleichen Dingen fragen und zwar in 2 Abteilungen.

Soweit so gut.

So, in der Gruppe von 5 Leuten sind 4 Frauen und 1 Mann. Der Mann weigert sich direkt zu Beginn eine der beiden Rollen zu übernehmen. Eine andere möchte gerne die Rolle der aufgebrezelten Person übernehmen und ich soll dann die ungepflegte sein, denn die anderen beiden Mädchen schauen beschämt auf den Boden wenns um die Rollenverteilung geht.

Generell spiele ich die abgeranzte, allerdings nicht am Vormittag, wenn ich direkt nach dem Experiment zur Arbeit muss. Ich kann es mir nicht leisten abgeranzt zur Arbeit zu gehen. Diesen Punkt erwähne ich, der wird auch zur Kenntnis genommen, aber es interessiert niemanden. Ich spreche noch 3 mal diesen Punkt an – niemand reagiert drauf, wieso auch?

Also schicke ich am Samstag noch eine Mail rum an alle, wie mit dieser Situation denn nun umgegangen werden soll und biete an, an meinem freien Tag den Part der Ranzigen zu übernehmen. Passt aber offenbar auch nicht. Muss man ja 2 mal arbeit reinstecken. Es ist wieder nur EINE Person in der Lage zu antworten, dieser kleine Button “allen antworten” scheint den Studenten von heute nicht geläufig zu sein. Nach kurzem hin und her mit der einzigen Person die antwortet dann heute eine Mail:

Niemand ist bereit die ungepflegte Person zu spielen!

Ja nee is klar. Ihr Fotzen!

So eine kindische Scheisse ist mir schon lange nicht mehr untergekommen, das ist fast besser als diese Antwort einer anderen Kommilitonin auf meine Aufforderung noch etwas zu schreiben, da unser schriftliches Referat sonst nicht die angeforderte Seitenzahl erfüllt: Nö, da habe ich keine Lust zu.

Sprachlos.

By admin | 20. Jan 2009 | Posted in Text | Tags: , , , , | Comments (0)

Bambiland

Bambi verstehts nicht

So, da sitze ich seit Wochen in einem Kurs in dem angeprangert wird, dass die Kurse “Mutter-Kind-Kurse” heissen und nicht “Eltern-Kurse” oder, dass erst jetzt mit der Elternzeit beide Partner erwähnt werden. Gleichzeitig wird aber auch seit Wochen pauschal von “der Frau” und “dem Mann” gesprochen.
Da sich der Kurs zu 90% aus Frauen zusammensetzt wird gewohnheitsgemäss darüber gestöhnt, dass der Mann sich nicht so an der Hausarbeit und der Kindeserziehung beteiligt. Standart, bei dem ich um ehrlich zu sein die meiste Zeit nicht zugehört habe, oder mir meine zynischen Kommentare verkniffen habe.
Heute kam dann das Thema “Haushaltsarbeit” und die Aufteilung bzw. das outsourcen im Sinne von PutzFRAUEN engagieren auf den Tisch. Nach kurzem und zähen hin und her, in dem mal wieder gesagt wurde, dass die Männer weniger im Haushalt machen, wurde die Frage aufgeworfen, wie wir das denn in unserem Privatleben handhaben.
Ja, wie handhabt man das?!
Meine Wortmeldung, dass das wohl bei jedem (bzw. jedeR in diesem Fall) selbst liegt, was sie da mit sich machen lässt oder eben nicht, und dass man seinem Partner nunmal einfach sagt: “Hier, 50/50″ ging ein rauschen durch den Kurs. Und schwupps wurde mir unterstellt, dass das nur in der Theorie funktioniere. Auf meine Antwort, dass das sehr wohl auch in meiner Praxis funktioniert werde ich mitleidig von der ca 20 Jahre älteren Frau angeschaut. Auch meine etwa 24 jährige Kommilitonin, mit eigenem Kind, unterstellte mir, dass das gar nicht so bei mir zu Hause sei.
Mein Einwand, dass ich sicher nicht abends von der Arbeit nach Hause komme und den Typen auf der Couch liegen lasse, während ich alles sauber mache wurde mit einem “Naja dominante Frauen” Zwischenkommentar aus irgendeiner dunklen Ecke quittiert und ein Typ erdreistete sich wirklich zu sagen, dass wir Frauen das ja gar nicht so mögen wie sie, die Männer, putzen würden.
Als ich daraufhin sagte, “naja, dann putzt du das eben nochmal und nochmal, solange bis es sauber ist und du es gelernt hast” wurde mit einem ungläubigen Blick der Damen um mich herum übergangen, manche lächelten peinlich berührt.

Da frage ich mich ganz ernsthaft: Was ist da passiert?!
Ohne Witz: Ich bin erschüttert!! Hallo, es kann doch nicht sein, dass ich 2008 in einem Kurs an der Uni sitze, mit über 50 Leuten im Alter zwischen keine Ahnung 21 und 45 und davon hat keiner in seiner Partnerschaft eine 50/50 Aufteilung im Haushalt ?!!!??

Die haben da alle mal auf irgendeine Art ihr Abitur gemacht, die sitzen an der Universität und studieren, aber bekommen zu Hause keine gerechte Aufteilung (die ja meinetwegen anders als 50/50 verteilt sein kann) hin??
Wie kann das sein? Da setzt man sich einmal mit seinem Partner hin und teilt auf. Zack, fertig.

Immerhin leben wir doch in einer PARTNERschaft, in der beide PARTNER die gleichen Rechte und Pflichten haben, oder? Wieso wird dann beim Haushalt offensichtlich in Mann und Frau unterschieden?
Mir wäre neu, wenn Männer chronisch unter einer Allergie gegen Putzmittel leiden, ebenfalls neu wäre mir, wenn mir als Frau das putzen im Blut liegen würde.

Geben sich diese Damen all die Wochen so emanzipiert, dass sie ELTERN Kurse wollen und dann koennen sie ihrem Typen zu Hause nicht den Putzlappen in die Hand drücken. Scheisse.
Allerdings habe ich den Eindruck, dass viele auch einfach nur gerne die Jammerposition innehaben. Hach, mein Mann…der hilft mir nie im Haushalt…hach und seine Socken die liegen immer aufm Boden rum..hach…
Ganz im ernst, wenn solche Dinge schon nicht funktionieren, dann ist unsere Emanzipation daran gescheitert, dass wir blöde, duckmäuserige Jammerlappen sind.
und dann ist sie auch zu recht gescheitert!

By admin | 5. Jun 2008 | Posted in Text | Tags: , , , | Comments (0)

Bambiland

Organisation ist alles

So, ich erzähl euch mal was zur Organisation an der Uni.

Mein Freitagskurs beginnt schon eine Woche später als die anderen Kurse…ich wackel also hin und wir sind auch volle 9 Leute im Kurs. Den zum Kurs gehörigen “Reader” mit allen nötigen Texten gibt es ab Dienstag folgender Woche. Weil, man will erst wissen wieviele Leute kommen, damit nicht zu viele davon gedruckt werden.

Der Text für nächste Vorlesung steht im Handapparat bereit im 17. Stock zum selbst kopieren. Es wird angeregt den Text einfach per E-Mail an die 9 Studenten zu schicken. ICH hatte Dienstag früh noch immer keine Mail. Also stehe ich früher auf, damit ich diesen Reader abholen kann bevor ich zur Arbeit gehe, denn abends hat der Laden natürlich bereits geschlossen wenn ich fertig bin.

Auf die Bahn war wie immer Verlass…der RMV verspätet sich so sehr, dass ich den Reader nicht holen kann..Also Mittwoch nochmal früher raus. Rein in den Copyshop. Geld in der Hand. Bezahlt – und dann Verwirrung auf beiden Seiten. Ich will den Reader. Der Mann will ihn mir nicht geben. Nein, er kann ihn mir nicht geben, weil der muss erst noch kopiert werden!!

Weil er nicht weiss fuer wieviele Studenten er ihn kopieren muss!!!

Ich soll also in 2 Stunden nochmal kommen. Ja,nee is klar. Alle Studenten haben alle Zeit der Welt. NÂ Scheiss. Ich muss arbeiten.

Also heute NOCH früher raus, weil VOR der Vorlesung muss der Reader geholt werden..jetzt habe ich 24 Stunden in denen ich 20 Seiten doofen Text (echt doofen) lesen soll, zur Vorlesung musste, arbeite, Essen einkaufe, koche, schlafe und zur Arbeit sowie zur Uni fahren bzw. zurueckfahren muss. Klar.

Scheiss.

By admin | 17. Apr 2008 | Posted in Text | Tags: , , | Comments (0)

Bambiland

Bunt gemischte Blow Jobs

Ich hasse die Bahn… das ist ja nicht neu…neu ist, dass die Bahn auch mich hasst. und ich kann schon die ganze woche keinen klaren gedanken fassen. irgendwie wird das hier nichts mit dem eintrag, ich fang alles an und merk schon beim schreiben wie unglaublich langweilig das ist, weil ich den bogen nicht bekomme. also kurzfassung : dienstag Zahnarzt. Hat gebohrt, war aber nicht schlimm, ich bin ja tapfer. Trotzdem muss ich immer ein Wechselshirt mitnehmen, weil ich das andere bereits im Wartezimmer durchgeschwitzt habe. Auf dem Stuhl hab ich dann Angst, dass einer der Beteiligten das sieht oder um gottes willen vielleicht sogar riecht ! Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und heute immer zu spät zuer Arbeit oder nach hause oder zur Uni gekommen, weil die Bahn ihre Fahrpläne auch nur als sagen wir mal Lesestoff für ihre wartenden Kunden benutzt. Gespräch in der Uni mit einem Mädchen das ich nicht leiden kann : “Was machst du denn so ausserhalb der uni ?” “Erwachsenenunterhaltung” “Wasn das ?” “Erotikbranche” “Aha….äh..was denn ? und das muss ja total interessant sein !” “Naja, nach dem 3. oder 4. Blowjob am Tag ists eher Routine…” Grosse Augen… Ich hoffe hiermit sie verscheucht zu haben. Liebe XY, falls du das hier liest…ich mag dich wirklich nicht, das war keine Ironie oder so als ich das gesagt habe.. Gute nacht !

By admin | 4. Dec 2007 | Posted in Text | Tags: , , , , , | Comments (0)

Bambiland

Uni Frankfurt

Ich erzähl euch jetzt mal von meinem Tag an der Uni letzte Woche.
Die todschicke Goethe Uni in Frankfurt hat ja in den 60er Jahren ein architektonisches Wunderwerk auf die Beine gestellt. Den sogenannten “Turm”. Im Turm wird auf ueber 20 Stockwerken gelehrt was man so wissen muss als junger Mensch der eine akademische Laufbahn einschlagen mag.
In diesem Gebäude gibt es auch Aufzüge. Aber damals war die technik noch nicht so ausgefeilt…denn 4 der 6 Aufzüge halten im Erdgeschoss und dann erst wieder im 9. und danach im 17. und in noch 2 anderen Stockwerken.
Die anderen beiden Aufzüge halten dafür ueberall. Die finden das gut, wenn da so richtig viel rein, raus, rein, halten, fahren, raus, halten – und das in jedem Stockwerk.
Man kommt also noch halbverschlafen morgens in diesem Turm an und muss in den 7. Stock. Der wuetende Mob vor den Aufzügen lässt darauf schliessen, dass noch immer an zweien Wartungen durchgeführt werden.
Und, dass man die nächsten 2 Runden nicht bei der auserwählten Masse dabei sein wird die in diese Wunderdinger steigen darf. Nachdem man dann 12 Minuten gewartet hat und komischerweise KEIN Aufzug sich hat blicken lassen läuft man eben diese 7 Stockwerke hoch. In der zwischenzeit muessen ALLE verfügbaren Höllengeräte gekommen sein, denn der Raum ist so voll, dass man nur noch einen beschissenen Stuhl in der Ecke ohne Tisch bekommt.
Deine eben erst dazugewonnene neue Freundin die mit dir hochlief ist sofort Feindin, denn auch sie möchte diesen einzigen noch freien Stuhl mit ihrem Hintern bedecken. Also stellt man der mal schnell ein Bein und rechtfertigt das mit Darwin. In der Vorlesung selbst bekommt man dann gesagt, dass das Buch das man letzte Woche geordert hat ab jetzt abholbereit ist. Bei der Sekretärin. Im 21. Stock.
Ja, nee is klar…warum auch nicht ? Die Sekretärin ist auch an 3 Tagen die Woche da. von 9:00 – 12:00.
“Wieso soll ich mir diesen ganzen scheiss hier anhoeren ? Ich werd Sekretärin” schiesst mir da kurz durch den Kopf – aber den Gedanken verwerfe ich ganz schnell wieder. Nach der Vorlesung also Aufzug Bingo – hui ist das aufregend.
Nach guten 20 Minuten kommt er ! WIRKLICH !
Ich darf sogar mit rein !! uiuiuiui
Dann hoch 21. Stock. Das Buch kostet 17,50 €. Ich habe bereits 10 € angezahlt.
Da ich ein schlaues Kerlchen bin habe ich mir die Warterei auf den Aufzug mit raussuchen des Geldes vertrieben und reiche der Dame 22,50 €.
Die muss daraufhin erstmal ihren Taschenrechner zücken. Ist ja auch schwer.
Man tritt mit dem tollen Buch in der Hand aus dem Büro heraus und beginnt von vorn mit dem Aufzug Bingo. Diesmal gewinne ich schneller und ich habe schon wieder Hoffnung meinen Zug noch rechtzeitig zu erreichen der mich zur Arbeit bringen soll.
Ich laufe schnell. Ich komme zur U-Bahn Station und sehe die U Bahn steht da…Ich renne die Treppe runter, ein Typ hinter mir auch.
Wir rennen gemeinsam an der Fahrerkabine vorbei. Der Fahrer schaut uns an – “Guter Fahrer, der wartet !” gehts durch meinen kopf…im selben Moment drückt der Kerl den Knopf und die Türen schliessen sich. Circa 1,5 Schritte entfernt gehen diese Scheisstüren zu !
VGF ! Ich hasse euch ! Die Frankfurter Verkehrsbetriebe das sind – ich halte mich zurueck.
Fassungslos sehe ich zu wie dieser Arsch davon fährt.
Damit war mein Anschlusszug am Hauptbahnhof weg.
Vielleicht…denn was die Bahn sich so alles einfallen lässt für ihre Kunden – das erzähle ich in der nächsten Folge

By Bambi Lovedoll | 17. Oct 2007 | Posted in Text | Tags: , , | Comments (0)

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