Schnippschnapp Tag 01
Ein Erlebnisbericht “Schamlippenverkleinerung”
Ich möchte hier keine Rechtfertigungen oder Erklärungen abgeben, wieso weshalb warum ich mir die Schamlippen habe verkleinern lassen, oder belehren, dass man dafuer bloss ja zu einem anstaendigen Arzt gehen soll. Soviel Verstand traue ich jeder meiner Leserinnen zu.
Meine Muschi sieht aus wie New York nach 9/11
Tag der Operation:
Ich bin morgens um 8 nuechtern im Krankenhaus und langsam doch aufgeregt, allerdings eher wegen der Vollnarkose und meinem Zustand danach, schliesslich werde ich von jemandem abgeholt, dem ich nicht auf die Schuhe kotzen will oder in geistiger Umnachtung DInge sagen möchte, die ihn nichts angehen.
In meiner Realität ist das ganze noch immer ein kleiner Eingriff und ich gehe davon aus, dass ich quasi direkt vom Wartezimmer in den OP gerufen werden. Weit gefehlt. Ich bekomme ein Bett, sexy weisse Thrombosestruempfe und nen Kittel. Vorraussichtlich komme ich gegen 10:30 oder 11:00 dran, was macht man also solange? Richtig, nochmal ne Stunde im Krankenhausbett schlafen. Soviel zur Aufgeregtheit.
Dann gehts los und ich wundere mich im einen Moment noch darueber, dass der Narkosearzt keine Handschuhe trägt und im nächsten motze ich schon beim aufwachen die Krankenschwestern an, weil ich Schmerzen habe. Deren Mitleid hält sich, milde ausgedrueckt, in Grenzen.
In Selbstmitleid badend telefoiniere ich schnell alle ab, die ein Lebenszeichen nach der OP von mir wollten, an die Hälfte der Gespräche erinnere ich mich eine Stunde und eine volle Nierenschale später nicht mehr. Nachdem ich also gut 2 Stunden im Bett rumgelungert bin kommt eine Krankenschwester und möchte mit mir auf Toilette. Also wirklich MIT mir. Im gleichen Raum. Sie und ich. Und ich soll Pipi machen. Geht nicht. Sie muss draussen warten. Über das Brennen möchte ich hier nichts sagen, ausser, dass es mich noch einige Tage begleiten wird. Ich werfe einen ersten ängstlichen Blick nach unten und bin entsetzt. Meine Muschi sieht aus wie New York nach 9/11. SO habe ich mir das aber nicht vorgestellt.
Leicht entsetzt lege ich mich wieder ins Bett und vegetiere weitere 2 Stunden vor mich hin, bevor mein Abholkommando erscheint. Was soll ich auch machen? Wenn ich jetzt rumjammere, dass das gar nicht so aussieht wie ich will, dann lacht mich doch jeder aus und sagt: Pech gehabt, DU wolltest das doch so.
Mit dem Bild einer zerstoerten Landschaft zwischen meinen Beinen im Hinterkopf werde ich entlassen und bekomme von der äußerst nicht-fürsorglichen Krankenschwester noch ganze 4 Paracetamol Tabletten gegen die Schmerzen. Noch im Aufzug zum Ausgang rufe ich meinen Zahnarzt an und bettle ihn an, mir ein geeignetes Schmerzmittel zu verschreiben. Novalgin stellt sich als treuer Begleiter für die nächsten Tage heraus.
Zuhause dämmert mir langsam, dass ich den EIngriff komplett unterschätzt habe. Ich habe Schmerzen beim gehen und beim sitzen und beim liegen und beim einfach nur existieren. Und das alles für diesen Kriegsschauplatz? Uah. Ich muss nochmal gucken.
Die erneute Inspektion lässt mich aufatmen. Sieht gar nicht so scheisse aus. Nein, sieht eigentlich ganz gut aus. Hey, das sieht sogar gut aus. Puh, Glück gehabt.
Die erste Nacht ist dank stündlichem Novalginmissbrauchs meinerseits zu ertragen und ich bin langsam versoehnt. Mit wem oder was weiss ich nicht mehr so genau.




