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Monthly Archives: April 2009

Die Deutsche Post übertrifft alle

Ich habe ja schon viel erlebt in den sagen wir gängigen Puls-in-die-Höhe-treibenden-Etablissements aka Deutsche Bahn, Ämter der Stadt etc. aber was sich die Postfiliale in der Marienstrasse in Offenbach heute geleistet hat ist der absolute Höhepunkt.

Da der Postbote ja nie beim Nachbarn klingelt (teilweise nichtmal bei mir, wenn das Päckchen für mich ist, da geht man dann runter an den Briefkasten und wundert sich über die orangefarbene Karte, obwohl man den ganzen Tag zu Hause war) um etwas abzugeben wirft er lieber gleich eine Benachrichtigung ein, dass ein Einschreiben für mich nicht zugestellt werden konnte. Als ich dieses einen Tag später abholen wollte, ging es den Mitarbeitern der Postfiliale wie den Bayern gestern gegen Barcelona. Heillos überfordert. Nach 20 Minuten in der Schlange und der damit einhergehenden Überwindung von einer knappen Hälfte der Schlange ging ich, da ich noch einen Zug erreichen musste.

Heute versucht also mein Freund das Einschreiben abzuholen. Der Zettel, der ihn dazu bemächtigt ist korrekt ausgefüllt. Er geht während der Öffnungszeiten in die Richtige Filiale. Aber das Einschreiben gibt es nicht. Es kann nämlich nicht gefunden werden!!

Das ist natürlich völliger Bockmist und da mein Freund weiss, dass in diesem Päckchen ein Kleid für die Fetish Evolution steckt, das ich am Samstag benötige fragt er also, was tun? Die Mitarbeiter der Post sind auch ganz emsig dabei und kümmern sich dann am Samstag darum. Das ist meinem Freund etwas spät. Er verlangt das Einschreiben. Er geht nicht, bevor er dieses Einschreiben hat. Daraufhin wird der Mitarbeiter dann hellhörig und droht ihm mit der Polizei wenn er den Schalter nicht freimacht.

Die Offenbacher Post will also die Polizei holen, wenn ein Kunde das Einschreiben, dass er laut Benachrichtigung der Post abholen kann nicht ausgehändigt bekommt, weil die Post es verschlampt hat. Bitte was?!

Ein Gardena-Gartenschlauch war ein Scheiss gegen meine Halsschlagader als er mich anrief und mir davon erzählte.

Die Frau am Servicetelefon die ich dann anrief hatte zwar Verständnis für meine Beschwerde und sah es ähnlich wie ich…für den Extraservice eines Einschreibens zu zahlen, damit die Postsendung nicht verloren geht und genau dies passiert dann NACH dem Einwurf der Benachrichtigung ist eher peinlich. Aber helfen kann sie auch nicht. Kümmert sich heute halt keiner mehr drum. Und morgen auch nicht. Ist ja Feiertag.

Was soll ich da noch zu sagen?

Eines Tages wollen diese ganzen Herrschaften (total nicht emanzipiertes Wort - wird das noch verwendet?) was von mir. Und dann lasse ich sie am ausgestreckten Arm verhungern!

“Die Zeit” klaut beim Bambi

Die Wochenzeitschrift “Die Zeit” scheint Fan von mir zu sein. Und zwar so sehr, dass diese doch direkt meinen Eintrag vom 03.04.09 geklaut hat und für die aktuelle Ausgabe der Zeit vom 08. April 2009 übernommen hat.

Wenn ihr etwas scrollt, könnt ihr meinen “Offener Brief an Herrn Grube” Eintrag entdecken. Heute in der Zeit entdeckte ich dann dieses hier:

Sicher, das ist keine 1 zu 1 Kopie, die Zeit kann auch schlecht für die Einführung von Elektroschocks sein, doch unter den 50 Wünschen finden sich meine Tipps in leicht abgewandelter Form wieder. Und was bekomme ich von der Zeit für die geklaute Idee? Nichtmal Platz für einen eigenen Wunsch. Schweinerei!

Privatfernsehen vs. Öffentlich-rechtliche Sender

0:1 würde ich sagen.

Gut, ich muss zugeben: Viel hat es nicht gebraucht, um mich davon zu ueberzeugen, dass jede Produktionsfirma besser ist, als die, mit der ich die RTL2 Reportage gedreht habe (no offense). Aber diese Leute von arte gestern waren wirklich einfach nett. Da gabs keine verzogene Freundin vom Chef, die ein “Nein” nur vom Hörensagen kannte. Oder kaputte Kameras. Oder rumgezicke.

Jetzt muss ich nur hoffen, dass ich denen so angenehm war, wie sie mir und sie mich nicht so zusammenschneiden, als sei ich eine blöde Kuh. Manch einer wird sich denken: Ist sie trotzdem.Macht aber nichts.

Das Ergebnis gibts am 15.05. auf arte in der Sendung “Tracks” zu sehen. Und hier schonmal eine Idee von dem was wir gemacht haben:

Vielen Dank an Amir Molana!

Offener Brief an Herrn Grube

Sehr geehrter Herr Grube,

sollten Sie wirklich die Nachfolge von Herrn Mehdorn als Bahn-Chef antreten wünsche ich Ihnen schon jetzt viel Spass. Ähnlich wie Frau Merkel oder Herr Löw würden Sie dann einen Job ausüben, den ca. 80 Millionen Menschen in Deutschland besser könnten. Inklusive mir natürlich.

Hier eine kleine Liste mit Verbesserungsvorschlägen meinerseits:

- Das Handy laut Musik abspielen lassen in den Abteilen wird mit einer Geldstrafe in Höhe von 50€ plus Beschlagnahmung des Geräts bis zum Zielbahnhof geahndet.

- Fahrgäste, die erst einsteigen wollen, bevor die anderen aussteigen können sollten mit einem kurzen, aber heftigen Schlag aus einem Elektroschocker abgeschreckt werden.

- Rauchen auf den Toiletten löst den Rauchmelder aus, der sofort einen Farbbeutel mit weisser Farbe auf den schlimmen Finger fallen lässt. Stellen Sie sich nur die fröhlichen Gesichter der anderen vor, obwohl der Zug wegen einer Überholung 15 Minuten zu spät ist und man seinen Anschluss verpasst.

- Ihre Zugführer bekommen einen Sprachkurs spendiert, damit sparen Sie sich auch direkt so peinliche Buchtitel ala “Senk ju for träwelling with Deutsche Bahn”.

- Lassen Sie die Züge einfach mal pünktlich sein.

- Seien sie selbst einmal 1 Monat lang auf die Bahn angewiesen. Wenn Sie ein Auto benötigen müssen Sie (wie ich) Ihre Eltern fragen. Hat Ihre Mutter einen eigenen Wagen, so darf Sie Ihnen diesen nicht ausleihen. Macht meine nämlich auch nie.

- Hören Sie auf in verspäteten Zügen bzw. Ersatzzügen auch noch die Tickets zu kontrollieren. Sie befördern nicht laut Aushang. Wir bezahlen nicht laut Aushang.

- Bestellen Sie mal etwas im Board Restaurant und essen Sie es. Dann schauen Sie nochmal auf die Preise. Sie werden wissen, was zu ändern ist.

- Lassen Sie unbenutzbare Türen in den Zügen reparieren. Sie konnten häufig genug darüber lachen, wie ich vollbepackt durchs Abteil wetzen musste um noch am gewünschten Bahnhof aussteigen zu können. Es reicht.

Mehr möchte ich Ihnen zu Beginn Ihres neuen Karriereabschnitts gar nicht zumuten. Aber glauben Sie mir, wenn Sie sich diese Worte zu Herzen nehmen wird dieses Land ein besseres. Und sei es nur, weil ich dann meine Wut über die Deutsche Bahn nicht mehr am nächstbesten Verkäufer, meinem Mitbewohner oder meinem Freund auslasse :)

Versprochen!

Herzlichst,

Ihr Bambi

P.S. Ich hoffe Ihnen ist positiv aufgefallen, dass ich die Preispolitik keines Wortes gewürdigt habe.

Member Update

[lang_de]In einem der schönsten Läden in Frankfurts Rotlichviertel, der Pik Dame zieht euer Bambi heute im Member Bereich den Hut.

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