Uni Frankfurt
Ich erzähl euch jetzt mal von meinem Tag an der Uni letzte Woche.
Die todschicke Goethe Uni in Frankfurt hat ja in den 60er Jahren ein architektonisches Wunderwerk auf die Beine gestellt. Den sogenannten “Turm”. Im Turm wird auf ueber 20 Stockwerken gelehrt was man so wissen muss als junger Mensch der eine akademische Laufbahn einschlagen mag.
In diesem Gebäude gibt es auch Aufzüge. Aber damals war die technik noch nicht so ausgefeilt…denn 4 der 6 Aufzüge halten im Erdgeschoss und dann erst wieder im 9. und danach im 17. und in noch 2 anderen Stockwerken.
Die anderen beiden Aufzüge halten dafür ueberall. Die finden das gut, wenn da so richtig viel rein, raus, rein, halten, fahren, raus, halten – und das in jedem Stockwerk.
Man kommt also noch halbverschlafen morgens in diesem Turm an und muss in den 7. Stock. Der wuetende Mob vor den Aufzügen lässt darauf schliessen, dass noch immer an zweien Wartungen durchgeführt werden.
Und, dass man die nächsten 2 Runden nicht bei der auserwählten Masse dabei sein wird die in diese Wunderdinger steigen darf. Nachdem man dann 12 Minuten gewartet hat und komischerweise KEIN Aufzug sich hat blicken lassen läuft man eben diese 7 Stockwerke hoch. In der zwischenzeit muessen ALLE verfügbaren Höllengeräte gekommen sein, denn der Raum ist so voll, dass man nur noch einen beschissenen Stuhl in der Ecke ohne Tisch bekommt.
Deine eben erst dazugewonnene neue Freundin die mit dir hochlief ist sofort Feindin, denn auch sie möchte diesen einzigen noch freien Stuhl mit ihrem Hintern bedecken. Also stellt man der mal schnell ein Bein und rechtfertigt das mit Darwin. In der Vorlesung selbst bekommt man dann gesagt, dass das Buch das man letzte Woche geordert hat ab jetzt abholbereit ist. Bei der Sekretärin. Im 21. Stock.
Ja, nee is klar…warum auch nicht ? Die Sekretärin ist auch an 3 Tagen die Woche da. von 9:00 – 12:00.
“Wieso soll ich mir diesen ganzen scheiss hier anhoeren ? Ich werd Sekretärin” schiesst mir da kurz durch den Kopf – aber den Gedanken verwerfe ich ganz schnell wieder. Nach der Vorlesung also Aufzug Bingo – hui ist das aufregend.
Nach guten 20 Minuten kommt er ! WIRKLICH !
Ich darf sogar mit rein !! uiuiuiui
Dann hoch 21. Stock. Das Buch kostet 17,50 €. Ich habe bereits 10 € angezahlt.
Da ich ein schlaues Kerlchen bin habe ich mir die Warterei auf den Aufzug mit raussuchen des Geldes vertrieben und reiche der Dame 22,50 €.
Die muss daraufhin erstmal ihren Taschenrechner zücken. Ist ja auch schwer.
Man tritt mit dem tollen Buch in der Hand aus dem Büro heraus und beginnt von vorn mit dem Aufzug Bingo. Diesmal gewinne ich schneller und ich habe schon wieder Hoffnung meinen Zug noch rechtzeitig zu erreichen der mich zur Arbeit bringen soll.
Ich laufe schnell. Ich komme zur U-Bahn Station und sehe die U Bahn steht da…Ich renne die Treppe runter, ein Typ hinter mir auch.
Wir rennen gemeinsam an der Fahrerkabine vorbei. Der Fahrer schaut uns an – “Guter Fahrer, der wartet !” gehts durch meinen kopf…im selben Moment drückt der Kerl den Knopf und die Türen schliessen sich. Circa 1,5 Schritte entfernt gehen diese Scheisstüren zu !
VGF ! Ich hasse euch ! Die Frankfurter Verkehrsbetriebe das sind – ich halte mich zurueck.
Fassungslos sehe ich zu wie dieser Arsch davon fährt.
Damit war mein Anschlusszug am Hauptbahnhof weg.
Vielleicht…denn was die Bahn sich so alles einfallen lässt für ihre Kunden – das erzähle ich in der nächsten Folge



